1. STROPHE · fast alle ahnen, spüren, dass da mehr ist…
7 Milliarden Blinde klopfen im Takt mit dem Stock,
sie sind losgezogen, in den Schläfen pocht ihr Blut.
Sie brachen blind auf, zu suchen, es gebe angeblich mehr,
es gebe auch Farben und Licht, nicht nur Dunkelheit und sonst nichts.
Nur ertasten sie keinen Sonnenuntergang, so hoch sie auch springen,
streicheln keinen Regenbogen, wohin sie auch treten.
Und trotzdem spüren sie hinter dem Rand des Dunkels, dass da etwas ist,
7 Milliarden Blinde nicken zustimmend.
Und das will was heißen, so viele Menschen sind sich nie einig,
nie, nirgends, über nichts, und schon gar nicht
über das Grundlegende, ob die Erde rund ist
und ob sie sich überhitzt, wenn du sie in Plastik packst.
In einer Sache sind sie sich einig, eines wissen sie,
und nein, es geht nicht um den Sinn oder die Zahl der Geschlechter.
Hinter dem Rand des Dunkels spüren sie, dass da etwas ist,
7 Milliarden Blinde nicken zustimmend.
Refrain:
Sie haben einen sechsten Sinn,
auch wenn sie sich dagegen wehren,
sie ahnen, sie spüren, dass da mehr ist.
(Jemand mehr.)
2. STROPHE · gebt uns einen weiteren Sinn und wir entdecken eine weitere Natur
7 Milliarden Blinde klopfen im Takt mit dem Stock,
sie sind losgezogen, in den Schläfen pocht ihr Blut.
Die klugen Köpfe erwarteten, die Menschen würden erwachsen und modern,
sie würden die Religion ablegen wie das Lispeln,
nur ist der Glaube hundert Jahre später immer noch da,
der Irrtum löste sich mitten im Aufschwung auf.
Der Glaube soll sogar in Zahlen wachsen,
eine Sekunde Stille für jeden von euch, der Atheist war.